"Es ist nicht eine blinde Macht von außen, deren Spielball wir sind, sondern es ist die Summe der Gaben, Schwächen und anderer Erbschaften, die ein Mensch mitgebracht hat."
Hermann Hesse
Wir alle, Mensch wie Tier, kommen mit einem bestimmten "Startpaket" auf diese Welt. Dieses Paket beinhaltet einerseits unsere genetische Prägung, also unsere biologische Ausstattung, sowie unsere Persönlichkeit im Sinne eines psychischen "Strickmusters" und unsere energetische Prägung, die gleichsam die Blaupause für die beiden anderen Elemente beinhaltet sowie unsere Möglichkeit zur Entwicklung unserer seelischen und spirituellen Qualitäten.
Früher hat man angenommen, dass unser Startpaket unsere Möglichkeiten extrem einschränkt; die Gene sollen angeblich alles vorherbestimmen, von unserem Aussehen über die Krankheiten, die wir durchmachen müssen bis hin zum möglichen Lebensalter, das wir erreichen können. Mittlerweile hat der Wissenschaftszweig der Epigenetik, der sich mit dem Einfluß des Umfeldes und der Umwelt auf das Lebewesen bzw auf seine Gene beschäftigt, herausgefunden, dass Gene durch die unterschiedlichsten Einflüsse aktiviert oder aber abgeschaltet werden können. Fazit: Nix ist fix!
Ähnlich verhält es sich mit unserer Psyche. Frühkindliche Erlebnisse, Eltern, Lehrer, Freund und Feind, einfach alles hinterlässt einen Eindruck in unserer Seele. Gewisse Ereignisse erleben wir als traumatisch, sie hinterlassen erst Wunden, dann Narben in unserer Seele. Jeder von uns kennt Menschen, die noch im reifen Alter ihre unerfreuliche Kindheit oder die böse Stiefmutter für ihr "verpatzes Leben" verantwortlich machen.
Seltsam nur, dass es Menschen gibt, die besonders schreckliche Dinge erlebt haben und sich trotzdem zu wunderbaren, liebevollen und erfolgreichen Individuen entwickelt haben...
Was also macht den Unterschied?
Wir können uns nicht immer aussuchen, womit uns das Leben konfrontiert. Egal, was geschieht, wir reagieren darauf. Aber wie ich auf etwas reagiere - ich meine dabei nicht in der ersten Sekunde sondern on the long run - das liegt immer bei mir. Immer. Und NUR bei mir.
Das ist der Unterschied. Der eine macht aus seinem Drama letztendlich eine "Heldenreise", wo er durch Irrtum, Gefahr und Leid durchkommt und am Ende des Weges etwas klüger, etwas gelassener und etwas verständnisvoller dasteht. Der andere macht aus demselben Stoff eine Tragödie, in der der Hauptakteur vom Schmerz überwältigt am Ende zerbricht.
Offenbar erschaffen wir durch unsere Reaktionen auf die Herausforderungen des Lebens unser eigenes Drehbuch, unsere eigene Geschichte.
Und wenn es denn so ist, wenn Leben bedeutet, seine eigene Geschichte zu schreiben, dann möchte ich eine schöne Geschichte schreiben. Oder eine mutige. Oder eine lustige. Vielleicht auch eine schräge, wer weiß...aber auf jeden Fall eine, hinter der ich mit Leib und Seele stehen kann.
Donnerstag, 5. April 2012
Montag, 19. März 2012
Angsthasen
Unlängst habe ich mit einem Pferd gearbeitet, das ein "Angsthase" ist. Sein Besitzer hat mir gesagt, dass es vor allem und jedem grundlos erschrickt , "dabei ist da doch gar nix".
Wie ist da also mit der Angst?
Prinzipiell gehören Angst und Stress in den Bereich eines Alarmsignals, das alle Hebel in Bewegung setzen soll, wenn die Sinne etwas entdeckt haben, das Gefahr mit sich bringt. Das ist bei allen sog. höheren Lebewesen das gleiche.
In wenigen Augenblicken muss eine Entscheidung getroffen werden, ob es geschickter ist zu fliehen oder zu kämpfen. Normalerweise entspannt sich der Mensch oder das Tier sofort wieder, wenn die entsprechende Situation vorbei ist.
Nun kommt es aber mitunter - genaugenommen gar nicht so selten bei uns Menschen und zunehmend leider auch bei unseren Tieren - dazu, dass dieses Prinzip quasi überstrapaziert wird und sich die Flucht-oder-Kampf-Achse nicht wieder herunterfährt. Das heißt, das Lebewesen bleibt die ganze Zeit in einem unterschwelligen Alarmzustand. Dann reicht ein kleiner Anlass, und das System fährt auf Hochtouren. Geschieht das andauernd, brennen gleichsam die Sicherungen durch und die gezeigte Reaktion steht in keinerlei Verhältnis zum Anlass, ja sie erfolgt bereits bei vermuteten Gefahren, was viele Reiter als "das Pferd sieht Gespenster" beschreiben.
Ist ein Lebewesen über längere Zeit in diesem Zustand, so hilft ihm kein noch so gut gemeinter Rat, keine noch so rational begründete Erklärung, denn wir haben ja gesehen, dass sich die Angst schon längst verselbständigt hat und gar keinen realen Grund mehr braucht. Schon alleine die Vorstellung von einer bedrohlichen Situation reicht aus, um Großalarm auszulösen.
Es nützt auch überhaupt nichts, vom Betroffenen "ein bisschen mehr Courage" zu fordern. Sein Problem ist nämlich nicht der Mut, sondern die Angst; mit der kann er nicht umgehen.
Wie sagt Franz Kafka so schön:
"Die Furcht ist das Unglück, deshalb aber ist nicht Mut das Glück, sondern Furchtlosigkeit."
Zuerst muss man sich der Angst annehmen und dem Lebewesen beibringen, wie es damit umgeht. Bei Pferden ist der erste Schritt zumeist, dass man ihnen zeigt, wie sie sich nach einer Aufregung schneller wieder "herunterfahren". Das stärkt zunächst das Selbstvertrauen, weil sie sich subjektiv als kompetenter erleben und erfahren, dass sie dieses schreckliche Gefühl unterbrechen und damit bis zu einem gewissen Grad kontrollieren können. Erst wenn dies geschehen ist, ist der Boden für einen neuen Umgang geebnet.
Aus grenzenloser Angst wird zuerst eingeschränkte, später kontrollierte Angst. Dadurch erlebt sich das Individuum als kompetent, also es erfährt etwas über seine Fähigkeiten. Erst dann kann es beginnen, seine Stärken zu erforschen. Der Mut steht also ganz am Ende eines komplexen Prozesses.
Und erst wenn ein Wesen an diesem Punkt angekommen ist, kann es der Angst aktiv etwas entgegensetzen.
Erst dann wird möglich, was Martin Luther King so wunderschön fordert:
"Wir müssen immer wieder Deiche des Mutes gegen die Flut der Angst errichten."
Wie ist da also mit der Angst?
Prinzipiell gehören Angst und Stress in den Bereich eines Alarmsignals, das alle Hebel in Bewegung setzen soll, wenn die Sinne etwas entdeckt haben, das Gefahr mit sich bringt. Das ist bei allen sog. höheren Lebewesen das gleiche.
In wenigen Augenblicken muss eine Entscheidung getroffen werden, ob es geschickter ist zu fliehen oder zu kämpfen. Normalerweise entspannt sich der Mensch oder das Tier sofort wieder, wenn die entsprechende Situation vorbei ist.
Nun kommt es aber mitunter - genaugenommen gar nicht so selten bei uns Menschen und zunehmend leider auch bei unseren Tieren - dazu, dass dieses Prinzip quasi überstrapaziert wird und sich die Flucht-oder-Kampf-Achse nicht wieder herunterfährt. Das heißt, das Lebewesen bleibt die ganze Zeit in einem unterschwelligen Alarmzustand. Dann reicht ein kleiner Anlass, und das System fährt auf Hochtouren. Geschieht das andauernd, brennen gleichsam die Sicherungen durch und die gezeigte Reaktion steht in keinerlei Verhältnis zum Anlass, ja sie erfolgt bereits bei vermuteten Gefahren, was viele Reiter als "das Pferd sieht Gespenster" beschreiben.
Ist ein Lebewesen über längere Zeit in diesem Zustand, so hilft ihm kein noch so gut gemeinter Rat, keine noch so rational begründete Erklärung, denn wir haben ja gesehen, dass sich die Angst schon längst verselbständigt hat und gar keinen realen Grund mehr braucht. Schon alleine die Vorstellung von einer bedrohlichen Situation reicht aus, um Großalarm auszulösen.
Es nützt auch überhaupt nichts, vom Betroffenen "ein bisschen mehr Courage" zu fordern. Sein Problem ist nämlich nicht der Mut, sondern die Angst; mit der kann er nicht umgehen.
Wie sagt Franz Kafka so schön:
"Die Furcht ist das Unglück, deshalb aber ist nicht Mut das Glück, sondern Furchtlosigkeit."
Zuerst muss man sich der Angst annehmen und dem Lebewesen beibringen, wie es damit umgeht. Bei Pferden ist der erste Schritt zumeist, dass man ihnen zeigt, wie sie sich nach einer Aufregung schneller wieder "herunterfahren". Das stärkt zunächst das Selbstvertrauen, weil sie sich subjektiv als kompetenter erleben und erfahren, dass sie dieses schreckliche Gefühl unterbrechen und damit bis zu einem gewissen Grad kontrollieren können. Erst wenn dies geschehen ist, ist der Boden für einen neuen Umgang geebnet.
Aus grenzenloser Angst wird zuerst eingeschränkte, später kontrollierte Angst. Dadurch erlebt sich das Individuum als kompetent, also es erfährt etwas über seine Fähigkeiten. Erst dann kann es beginnen, seine Stärken zu erforschen. Der Mut steht also ganz am Ende eines komplexen Prozesses.
Und erst wenn ein Wesen an diesem Punkt angekommen ist, kann es der Angst aktiv etwas entgegensetzen.
Erst dann wird möglich, was Martin Luther King so wunderschön fordert:
"Wir müssen immer wieder Deiche des Mutes gegen die Flut der Angst errichten."
Sonntag, 4. März 2012
Leben ist nicht genug
Leben ist nicht genug, sagte der Schmetterling:
Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume
gehören auch dazu.
H.Ch. Andersen
Was nährt ein Lebewesen? Was brauchen wir, wir alle, die hier auf dieser Erde existieren, um die beste Version unseres Selbst zu leben?
Ich glaube, dass es sehr individuelle Bedürfnisse sind, die jedes einzelne Lebewesen hat, um all das auszudrücken, was in ihm steckt. Was dem einen seine Erleuchtung, ist dem anderen sein Heim oder eine Reise um die Welt oder die Zeit mit seinen Freunden oder ein Ausritt durch den Herbstwald oder...
Ganz egal, in der Quintessenz ist das alles
Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume.
Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume
gehören auch dazu.
H.Ch. Andersen
Was nährt ein Lebewesen? Was brauchen wir, wir alle, die hier auf dieser Erde existieren, um die beste Version unseres Selbst zu leben?
Ich glaube, dass es sehr individuelle Bedürfnisse sind, die jedes einzelne Lebewesen hat, um all das auszudrücken, was in ihm steckt. Was dem einen seine Erleuchtung, ist dem anderen sein Heim oder eine Reise um die Welt oder die Zeit mit seinen Freunden oder ein Ausritt durch den Herbstwald oder...
Ganz egal, in der Quintessenz ist das alles
Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume.
Donnerstag, 23. Februar 2012
Neue Wege
Never change a winning team, heißt es so schön, und dabei meint man mehr als nur das Team nicht zu verändern, sondern das ganze Rundherum, das ganze Paket, das oft jahrelang gut funktioniert hat.
Wir alle sind im ersten Moment wie vor den Kopf gestoßen, wenn etwas, das "immer gegangen ist", plötzlich nicht mehr geht. Dann fängt die intensive Suche nach den Ursachen an. Prinzipiell ist das verständlich und oft auch richtig.
Aber manchesmal gibt es keine erkennbare Ursache, keinen reparablen Defekt - einfach ausbessern, reset und alles ist wieder gut. Gut meint in diesem Falle: So wie vorher.
Gerade in der Beziehung zwischen Lebewesen - und dabei ist es egal, ob Mensch mit Mensch oder Mensch mit Tier interagiert - hat sich ein Konzept manchmal schlicht und ergreifend überlebt. Die Zeit für die alten Muster, die bekannten und oft ausgetretenen Pfade ist abgelaufen.
Zeit für was Neues. Zeit für neue Wege.
Alles, was lebt, entwickelt und verändert sich beständig. (Wenn man den neueren Erkenntnissen der Quantenphysik glaubt, ist das mit allem das existiert so, belebt wie unbelebt.) Natürlich auch wir; und unsere Pferde. Folgt man diesem Gedanken logisch, heißt das, dass sich nach einiger Zeit eigentlich zwei "neue", auf jedenfall zwei veränderte Partner gegenüberstehen. Wie sollte dann das ganze Rundherum von früher noch ganz genauso passen wie einst im Mai? Geht gar nicht. Kann gar nicht funktionieren.
Manchesmal reifen beide, Mensch und Pferd, harmonisch miteinander; dann passiert die Veränderung
unauffällig, in kleinen Schritten. Man wächst, fast unmerklich, miteinander.
Aber mitunter verändert sich bei einem von beiden mehr auf einmal, der andere kann nicht so einfach von selbst Schritt halten. Irgendwann wird dann deutlich, dass "etwas nicht stimmt".
Man kann die Zeit nicht zurückdrehen und so tun, als ob die gemachten Erfahrungen und Erkenntnisse einen nicht verändert hätten. Weder bei uns Menschen noch bei unseren Pferden geht das. Es wäre auch, ehrlich gesagt, schrecklich! Der Tod jeder Entwicklung. Es soll ja ein paar besonders spirituelle Menschen geben, die auch ohne Druck lernen. Aber so wie ich mich - quasi als Prototyp des Normalsterblichen - kenne, braucht es eine Herausforderung, einen gewissen Handlungszwang, um mich aus der Komfortzone des Bekannten, Bequemen zu holen.
Wenn also nix mehr geht, ist es Zeit, die alten Krücken, die alten Konzepte loszulassen.
Einfach etwas ausprobieren, was man noch nie gemacht hat. Etwas überdenken, über das man noch nie nachdenken musste. Etwas zulassen, was einem bisher fremd oder seltsam erschien.
Das Pferd wird es uns danken. Und plötzlich "geht dann was, was noch nie gegangen ist"!
Wir alle sind im ersten Moment wie vor den Kopf gestoßen, wenn etwas, das "immer gegangen ist", plötzlich nicht mehr geht. Dann fängt die intensive Suche nach den Ursachen an. Prinzipiell ist das verständlich und oft auch richtig.
Aber manchesmal gibt es keine erkennbare Ursache, keinen reparablen Defekt - einfach ausbessern, reset und alles ist wieder gut. Gut meint in diesem Falle: So wie vorher.
Gerade in der Beziehung zwischen Lebewesen - und dabei ist es egal, ob Mensch mit Mensch oder Mensch mit Tier interagiert - hat sich ein Konzept manchmal schlicht und ergreifend überlebt. Die Zeit für die alten Muster, die bekannten und oft ausgetretenen Pfade ist abgelaufen.
Zeit für was Neues. Zeit für neue Wege.
Alles, was lebt, entwickelt und verändert sich beständig. (Wenn man den neueren Erkenntnissen der Quantenphysik glaubt, ist das mit allem das existiert so, belebt wie unbelebt.) Natürlich auch wir; und unsere Pferde. Folgt man diesem Gedanken logisch, heißt das, dass sich nach einiger Zeit eigentlich zwei "neue", auf jedenfall zwei veränderte Partner gegenüberstehen. Wie sollte dann das ganze Rundherum von früher noch ganz genauso passen wie einst im Mai? Geht gar nicht. Kann gar nicht funktionieren.
Manchesmal reifen beide, Mensch und Pferd, harmonisch miteinander; dann passiert die Veränderung
unauffällig, in kleinen Schritten. Man wächst, fast unmerklich, miteinander.
Aber mitunter verändert sich bei einem von beiden mehr auf einmal, der andere kann nicht so einfach von selbst Schritt halten. Irgendwann wird dann deutlich, dass "etwas nicht stimmt".
Man kann die Zeit nicht zurückdrehen und so tun, als ob die gemachten Erfahrungen und Erkenntnisse einen nicht verändert hätten. Weder bei uns Menschen noch bei unseren Pferden geht das. Es wäre auch, ehrlich gesagt, schrecklich! Der Tod jeder Entwicklung. Es soll ja ein paar besonders spirituelle Menschen geben, die auch ohne Druck lernen. Aber so wie ich mich - quasi als Prototyp des Normalsterblichen - kenne, braucht es eine Herausforderung, einen gewissen Handlungszwang, um mich aus der Komfortzone des Bekannten, Bequemen zu holen.
Wenn also nix mehr geht, ist es Zeit, die alten Krücken, die alten Konzepte loszulassen.
Einfach etwas ausprobieren, was man noch nie gemacht hat. Etwas überdenken, über das man noch nie nachdenken musste. Etwas zulassen, was einem bisher fremd oder seltsam erschien.
Das Pferd wird es uns danken. Und plötzlich "geht dann was, was noch nie gegangen ist"!
Samstag, 18. Februar 2012
Beziehungsarbeit?
Die Beziehung zwischen Pferd und Mensch ist - wie jede andere Partnerschaft auch - an gewisse Regeln und Übereinkünfte gebunden. Verletzt einer der Partner diese Strukturen zu sehr, kommt es zu Unstimmigkeiten. Das System kommt aus der Balance und muss entweder wieder in das alte Regelwerk zurückgebracht werden oder in ein neues System überführt werden.
Das heißt im Klartext: Wir bereinigen die Zerwürfnisse und streben danach, unsere Beziehung mehr oder weniger so weiterzuführen wie davor.
Oder wir machen etwas Neues.
Manchesmal ist es einfach an der Zeit, neue Wege auszuprobieren. Gerade altgedienten Paaren tut soetwas gut. Das bedeutet keineswegs, dass man Bewährtes über Bord wirft. Ein paar neue Elemente, in die Beziehung eingebracht, wirken oft schon Wunder.
Was ich in den Jahren der Arbeit mit Pferden und ihren Menschen gelernt habe, ist folgendes:
So wichtig es auch ist, ernsthaft miteinander und aneinander zu arbeiten, wie unverzichtbar klare Strukturen, Disziplin und eine gewisse Arbeitsmoral auch sind -
im Grunde geht es einfach nur um die Freude, die zwei Lebewesen miteinander erleben.
Es ist ganz egal, was irgendein anderer darüber denkt und sagt, wie Sie und Ihr Pferd miteinander arbeiten und ob Sie auch "Fortschritte" machen usw. Kein anderer hat Platz in Ihrem Beziehungssystem, es geht einzig und alleine darum, ob sich die zwei Beteiligten, also Roß und Reiter, miteinander wohlfühlen.
Das heißt im Klartext: Wir bereinigen die Zerwürfnisse und streben danach, unsere Beziehung mehr oder weniger so weiterzuführen wie davor.
Oder wir machen etwas Neues.
Manchesmal ist es einfach an der Zeit, neue Wege auszuprobieren. Gerade altgedienten Paaren tut soetwas gut. Das bedeutet keineswegs, dass man Bewährtes über Bord wirft. Ein paar neue Elemente, in die Beziehung eingebracht, wirken oft schon Wunder.
Was ich in den Jahren der Arbeit mit Pferden und ihren Menschen gelernt habe, ist folgendes:
So wichtig es auch ist, ernsthaft miteinander und aneinander zu arbeiten, wie unverzichtbar klare Strukturen, Disziplin und eine gewisse Arbeitsmoral auch sind -
im Grunde geht es einfach nur um die Freude, die zwei Lebewesen miteinander erleben.
Es ist ganz egal, was irgendein anderer darüber denkt und sagt, wie Sie und Ihr Pferd miteinander arbeiten und ob Sie auch "Fortschritte" machen usw. Kein anderer hat Platz in Ihrem Beziehungssystem, es geht einzig und alleine darum, ob sich die zwei Beteiligten, also Roß und Reiter, miteinander wohlfühlen.
Freitag, 17. Februar 2012
Nachdem ich meinen blog jetzt ein ganzes Jahr lang schnöde vernachlässigt habe, melde ich mich wieder zurück!
Wie immer mehr Menschen bemerken, hat sich unser energetisches Umfeld im letzten Jahr bereits massiv verändert - und diese Tendenz hält heuer weiter an bzw. wird noch enorm verstärkt.
Nicht nur wir, auch die Tiere und die gesamte Natur reagiert auf diesen Energie-Shift. Das äußert sich sowohl im physischen wie auch - sogar noch massiver - im psychischen Bereich. Latente Probleme oder ungelöste Themen werden sehr vehement an die Oberfläche bzw. ins Bewußtsein gebracht. Man könnte sagen, dass die im Moment herrschende Energie polarisiert; es kann nichts mehr "neutral auf Halde" liegen bleiben. Die Themen wollen gesehen, bearbeitet und gewandelt werden!
Dies ist bei Menschen wie bei Tieren so und führt dazu, dass es zu einer Beschleunigung sämtlicher Prozesse kommt - im "Guten" wie im "Schlechten", körperlich und seelisch.
Wie immer mehr Menschen bemerken, hat sich unser energetisches Umfeld im letzten Jahr bereits massiv verändert - und diese Tendenz hält heuer weiter an bzw. wird noch enorm verstärkt.
Nicht nur wir, auch die Tiere und die gesamte Natur reagiert auf diesen Energie-Shift. Das äußert sich sowohl im physischen wie auch - sogar noch massiver - im psychischen Bereich. Latente Probleme oder ungelöste Themen werden sehr vehement an die Oberfläche bzw. ins Bewußtsein gebracht. Man könnte sagen, dass die im Moment herrschende Energie polarisiert; es kann nichts mehr "neutral auf Halde" liegen bleiben. Die Themen wollen gesehen, bearbeitet und gewandelt werden!
Dies ist bei Menschen wie bei Tieren so und führt dazu, dass es zu einer Beschleunigung sämtlicher Prozesse kommt - im "Guten" wie im "Schlechten", körperlich und seelisch.
Mittwoch, 23. Juni 2010
Tugend III
Ich habe lange überlegt, was die "Tugend" des Pferdes ist. Ich bin auf sehr viele Eigenschaften gestoßen, die ich an Pferden so schätze.
Aber was ist es, das sie so unvergleichlich macht? Was zeigt uns das Pferd, was weckt es in uns?
Für mich sind Pferde ganz unmittelbar mit der Seele verbunden.
Ihre Fähigkeit, zu vertrauen, obwohl ihr biologisches Programm als Fluchttier ihnen ganz etwas anderes vorschlägt, zeigt die großartige Fähigkeit, über sich hinaus zu wachsen, die Grenzen der eigenen "Programmierung" zu erweitern, ja mitunter sogar zu sprengen.
Durch ihre feinen Sinne und ihre hohe Sensibilität nehmen sie den Menschen in jeder Facette wahr und reagieren auf ihn - und zwar auf den eigentlichen Kern der Person, nicht auf die darübergetünchten, angelernten oder mühsam vorgeschobenen Oberflächengestaltungen!
Es wird oft gesagt, dass Pferde uns Menschen spiegeln. Das tun sie, und zwar in noch viel stärkerem Ausmaß, als wir gemeinhin annehmen. Ich habe über die Jahre immer mehr verstanden, bis in welche Ebenen manche Pferde "ihren" Menschen wahrnehmen und begleiten.
Manche von ihnen sehen manchem von uns mitten ins Herz und tief in die Seele.
Sie sehen, sie verstehen, manchmal nehmen sie zur Kenntnis - aber nie, niemals urteilen sie.
Wenn ihnen etwas nicht gefällt, ziehen sie sich innerlich zurück und wehren dich äußerlich ab.
So wie nicht jeder Mensch sämtliche wunderbare Potentiale unserer Spezies voll ausgeschöpft hat, so haben auch nicht alle Pferde dieses hohe Level der Empathie erreicht. So wie bei uns auch, sind die meisten irgendwo auf dem Weg dahin.
Und wenn eines von diesen Wesen sich mit Ihnen gemeinsam auf den Weg machen will, dann nehmen Sie dieses Angebot unbedingt an!
Ihre Seele wird es Ihnen danken!
Aber was ist es, das sie so unvergleichlich macht? Was zeigt uns das Pferd, was weckt es in uns?
Für mich sind Pferde ganz unmittelbar mit der Seele verbunden.
Ihre Fähigkeit, zu vertrauen, obwohl ihr biologisches Programm als Fluchttier ihnen ganz etwas anderes vorschlägt, zeigt die großartige Fähigkeit, über sich hinaus zu wachsen, die Grenzen der eigenen "Programmierung" zu erweitern, ja mitunter sogar zu sprengen.
Durch ihre feinen Sinne und ihre hohe Sensibilität nehmen sie den Menschen in jeder Facette wahr und reagieren auf ihn - und zwar auf den eigentlichen Kern der Person, nicht auf die darübergetünchten, angelernten oder mühsam vorgeschobenen Oberflächengestaltungen!
Es wird oft gesagt, dass Pferde uns Menschen spiegeln. Das tun sie, und zwar in noch viel stärkerem Ausmaß, als wir gemeinhin annehmen. Ich habe über die Jahre immer mehr verstanden, bis in welche Ebenen manche Pferde "ihren" Menschen wahrnehmen und begleiten.
Manche von ihnen sehen manchem von uns mitten ins Herz und tief in die Seele.
Sie sehen, sie verstehen, manchmal nehmen sie zur Kenntnis - aber nie, niemals urteilen sie.
Wenn ihnen etwas nicht gefällt, ziehen sie sich innerlich zurück und wehren dich äußerlich ab.
So wie nicht jeder Mensch sämtliche wunderbare Potentiale unserer Spezies voll ausgeschöpft hat, so haben auch nicht alle Pferde dieses hohe Level der Empathie erreicht. So wie bei uns auch, sind die meisten irgendwo auf dem Weg dahin.
Und wenn eines von diesen Wesen sich mit Ihnen gemeinsam auf den Weg machen will, dann nehmen Sie dieses Angebot unbedingt an!
Ihre Seele wird es Ihnen danken!
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