Mittwoch, 23. Juni 2010
Tugend III
Aber was ist es, das sie so unvergleichlich macht? Was zeigt uns das Pferd, was weckt es in uns?
Für mich sind Pferde ganz unmittelbar mit der Seele verbunden.
Ihre Fähigkeit, zu vertrauen, obwohl ihr biologisches Programm als Fluchttier ihnen ganz etwas anderes vorschlägt, zeigt die großartige Fähigkeit, über sich hinaus zu wachsen, die Grenzen der eigenen "Programmierung" zu erweitern, ja mitunter sogar zu sprengen.
Durch ihre feinen Sinne und ihre hohe Sensibilität nehmen sie den Menschen in jeder Facette wahr und reagieren auf ihn - und zwar auf den eigentlichen Kern der Person, nicht auf die darübergetünchten, angelernten oder mühsam vorgeschobenen Oberflächengestaltungen!
Es wird oft gesagt, dass Pferde uns Menschen spiegeln. Das tun sie, und zwar in noch viel stärkerem Ausmaß, als wir gemeinhin annehmen. Ich habe über die Jahre immer mehr verstanden, bis in welche Ebenen manche Pferde "ihren" Menschen wahrnehmen und begleiten.
Manche von ihnen sehen manchem von uns mitten ins Herz und tief in die Seele.
Sie sehen, sie verstehen, manchmal nehmen sie zur Kenntnis - aber nie, niemals urteilen sie.
Wenn ihnen etwas nicht gefällt, ziehen sie sich innerlich zurück und wehren dich äußerlich ab.
So wie nicht jeder Mensch sämtliche wunderbare Potentiale unserer Spezies voll ausgeschöpft hat, so haben auch nicht alle Pferde dieses hohe Level der Empathie erreicht. So wie bei uns auch, sind die meisten irgendwo auf dem Weg dahin.
Und wenn eines von diesen Wesen sich mit Ihnen gemeinsam auf den Weg machen will, dann nehmen Sie dieses Angebot unbedingt an!
Ihre Seele wird es Ihnen danken!
Sonntag, 2. Mai 2010
Scheint logisch und einfach, oder? Aber dann schauen Sie sich einmal in Ihrem Umkreis um, wie oft Sie auf diese ach so simple, scheinbar grundlegende Tugend treffen.
Eine scheinbar diametral entgegengesetzte Eigenschaft, die wir dennoch integrieren müssen - mein Gott, die Welt ist nunmal eine Hell/Dunkel-Gut/Böse-Nordpol/Südpol-Dualitäts-Polarisations-Nummer, also versuch´gefälligst die Quadratur des Kreises! ;-) -lehrt uns die Katze.
Katzen sind sich selbst genug.
Sicher, Katzen mögen ihre Besitzer und kümmern sich mitunter ganz rührend um sie (ich kann immer ihr warmes Mitgefühl für mich als komplett unfähigen Jäger fühlen, wenn sie mir Mäuseteile in mein Haus schleppen..), aber sie tun das nicht, weil sie müssen, weil ein innerer "Rudelruf" sie bestimmt, sondern nur, weil und wann sie wollen. Was ihnen von manchen Menschen als "Egoismus" ausgelegt wird, ist eigentlich nichts anderes als gelebte Unabhängigkeit. Ein weitestgehend autarkes Geschöpf, das seine Bedürfnisse klar zum Ausdruck bringt.
Wie viel einfacher wäre die menschliche Welt, wenn jeder genau wüsste, wer er ist und was er braucht - und das einfach und ungeschminkt ausdrücken würde!
Ich möchte weder Hunde noch Katzen verherrlichen oder behaupten, dass sie die besseren Menschen sind. Ich habe mich keineswegs vom "ekelhaften, dreckbeladenen Menschen" ab- und dem "reinen, unschuldigen Tierlein" zugewandt! Im Gegenteil, ich finde Menschen, die das tun, hochgradig verdächtig. Ich habe nur gesehen, dass Tiere manche Dinge ganz einfach und selbstverständlich umsetzen, an denen wir Menschen oft scheitern. Und mir scheint es einfach praktischer, Rexi oder Miezi zu beobachten und meine Schlüsse daraus zu ziehen, als den 101 Selbsthilfeschmöker zu lesen und mir dann vor dem Spiegel lange Vorträge zu halten, dass ich wer bin und was wert bin...
Schauen Sie einfach Miezi tief in die Augen, und Sie werden darin lesen "Das bin ich. Das, und nix anderes. Und wer bist Du?"
Mittwoch, 28. April 2010
Tugend
Tugend ist ein seltsam altmodisch anmutender Ausdruck, über den man heutzutage hauptsächlich in der älteren Literatur oder in leicht moralinsauren, religiös angehauchten Werken stolpert.
"Tugend" ist unmodern.
Ich habe vor längerer Zeit einmal einen Artikel gelesen (leider hab ich den Autor vergessen und ich kann mich partout nicht mehr erinnern, wo er erschienen ist - sorry!), in dem sich der Verfasser Gedanken zur Tugend gemacht hat und zu dem Schluß kam, dass in unserer modernen Gesellschaft keineswegs mehr Tugend herrscht als z.B. in einer mittelalterlichen Gemeinschaft - sondern lediglich andere "Tugenden" als erstrebenswert angesehen werden.
Die Tugenden werden einfach mit den Zeitaltern ausgetauscht. Nicht vermehrt.
War dem mittelalterlichen Ritter Treue, Ehre und Mut das höchste Gut, dass jeder anstreben musste, so hatte er gleichzeitig keinerlei Bedenken, seinem Feind eins über den Schädel zu ziehen; das Leben eines unwürdigen Wichtes hatte kaum Wert oder Bedeutung.
Heute sind wir wahnsinnig stolz auf unsere humanitäre Einstellung, wo das Leben des Einzelnen angeblich so viel gilt. (Zumindest dann, wenn der entsprechende Einzelne nicht das Pech hat in einem Land geboren zu sein, dessen politisches oder wirtschaftliches Gebaren unseren Interessen zuwider zu laufen...)
Wir töten unsere Feinde nicht mehr (so leicht). Aber sie in den Medien so richtig fertig zu machen, sie mit Dreck zu bewerfen (ob wahr oder unwahr, spielt dabei eine untergeordnete Rolle), sich zu drehen und zu wenden wie es einem gerade in den Kram passt, dass finden viele gar nicht verwerflich. Jemanden in einer schwierigen Phase im Stich zu lassen, von dem man jahrelang profitiert hat, gilt nicht als unanständig, sondern gar als geschickt; man will ja schließlich "weiterkommen" im Leben. Jedem anständigen Rittersmann käme dabei das Kotzen.
Das bringt mich zu der Frage, ob es soetwas wie "Grundtugenden" gibt, unveränderliche, nicht austauschbare und nicht ersetzbare Parameter, die jede Seele erfüllen muss, wenn sie sich entwickeln möchte.
Ich glaube, ja.
Diese Tugenden haben zwar in jeder Spezies ihre eigenen, ganz typischen Ausprägungen, aber wir können voneinander lernen.
Die Treue des Hundes zum Beispiel ist sprichwörtlich. Ein Mensch, der keine Treue kennt, kann weder Freunschaft noch Liebe oder Familie schätzen. Er kann ja nicht einmal sich selbst treu bleiben, geschweige denn irgendwelchen Grundsätzen oder ethischen Verbindlichkeiten. Er dreht sich mit dem Wind. Was kurzfristig zum Erfolg zu führen scheint, ist langfristig der Untergang. Wenn du kein "treuer Freund" bist, wird sich auch für dich keiner finden, der dich ohne einen Gedanken an persönlichen Profit aus dem Dreck zieht, wenn du´s nötig hast. Das Leben ist absolut folgerichtig und korrekt, man erntet immer früher oder später, was man sät!
Mittwoch, 4. November 2009

Dienstag, 9. Dezember 2008

So, endlich hab ich es zustande gebracht:
Da ist er, der Mops!
Genau genommen ist dieses arme, kleine, (fast) nasenlose Tierchen ja eine Mops, und trotz des platten Gesichtchens und der massiven Schnarchgeräusche des Nachts (wo hat das kleine Viecherl eigentlich so einen Resonanzkörper?!) wirklich ganz entzückend!
Ansonsten bleibt nur noch zu berichten, dass das Fräulein Mops sich sämtliche Familienmitglieder untertan gemacht hat... Der einzige, der meistens widerstehen kann, ist unser alter, treuer Hund Chicco. Aber auch seine Erziehungsmaß-nahmen gestalten sich nicht ganz einfach - mach mal einen rügenden Schnauzenbiss mit ohne Schnauze an der kleinen Nervensäge!
Aber jetzt wieder zu den Pferden:
Ein paar neue Kurstermine für "Energiearbeit und Kommunikation" für 2009 stehen bereits fest:
18.-19.04.09: Basiskurs
20.-21.06.09: Aufbaukurs (Voraussetzung: Basiskurs)
Beide Kurse finden im Freizeitstall Steinreb in Au bei Bad Aibling/Bad Feilnbach statt, nähere Informationen bitte unter www.steinreb.de, bei "Termine" bzw. "Ausbildung"! Auch die Anmeldung kann direkt über die Internetseite von Steinreb erfolgen.
Ich freu mich schon auf die nächsten Kurse!
Gut, dann wünsch ich Euch allen eine entspannte, angenehme Vorweihnachtszeit, mit oder ohne Schnee, und viel Spaß mit Euren Pferden, Hunden, Katzen, Kanaries und Goldfischen - oder was auch immer durch Euer Leben kreucht und fleucht und Euch am Herzen liegt!
Montag, 11. Februar 2008
Energiearbeit 2
Fragt man nach einer Definition für Energiearbeit kommt man zu dem Schluss, dass selbst die Menschen, die sich darunter „etwas“ vorstellen können, dieses Etwas eher diffus umschreiben als konkret definieren.
„Da fließt eben Energie“ – Welche Art von Energie, von wo, wohin?
„Damit kann man heilen“ – Wer heilt da wen, und wie?
„“Da findet energetisch ein Informationsaustausch statt“ – Auf welche Art und Weise und auf welcher Ebene?
Unter Energiearbeit, in diesem Sinne eine Wortkreation des modernen westlichen Denkens, wird eigentlich eine Vielzahl von Ideen aus teil östlichen Weisheitslehren und deren praktischer Anwendung, teils traditionellen „Heilmethoden“ aus aller Herren Länder zusammengefasst. Oft gewürzt mit einer Prise Esoterik sammelt sich also unter diesem Begriff eine Vielzahl von unterschiedlichen Methoden und Vorstellungen verschiedenster Provenienz.
Alledem gemeinsam ist aber die Vorstellung, dass es eine bestimmte Form von (Grund)Energie gibt, die allen Lebewesen (oder sogar allem, was existiert) gemeinsam ist.
Diese Energie kann vom Individuum wahrgenommen und sogar gewissermaßen beeinflusst werden. Dies geschieht meist in einem bestimmten Bewusstseinszustand, wobei der Informationsaustausch zwischen den Lebewesen durch ein sog. „erweitertes“, also in spezieller Hinsicht trainiertes Bewusstsein vergrößert und verstärkt wird. In diesem Sinne sind Energiearbeit und Kommunikation untrennbar miteinander verbunden.
Energiearbeit IST Kommunikation; nonverbale, noch weit über die Körpersprache und die Emotionalität hinausgehende Kommunikation.
Es findet ein gegenseitiges Wahrnehmen auf energetischer Ebene statt, ein Austausch und schließlich ein Abgleichen der Energiemuster.
Letztendlich ist es NICHT so, dass das eine Lebewesen – der Mensch – dabei das andere „behandelt“, vielmehr nähern sich zwei Individuen auf energetischer Ebene aneinander an und die beiden energetischen Systeme beginnen gemeinsam den Ausgleich und die Balancierung.
Ich würde sogar sagen, dass der „Behandler“ im gleichen Maße „heil“ wird wie der Behandelte!
Damit wird deutlich, dass es sich um eine Form von Dialog auf gleicher Ebene handelt. Jede manipulative Absicht, also jedes „Willenaufzwingen“ ist in diesem Austausch völlig fehl am Platz und zum Scheitern verurteilt. Energetische Systeme kann man weder zwingen noch erpressen oder ängstigen – Zwangsmaßnahmen treffen Körper, Ego und Psyche, aber niemals die Energie – wenn Sie so wollen die „Seele“ – des Lebewesens.
Die energetische Ebene ist aber nicht nur passiv eine „manipulationsfreie Zone“, sie ist auch selbst nicht imstande, zu täuschen. In der Energie sind die Lebewesen, wie sie sind. Basta. Kein Verstecken, kein verstellen, kein „so-als-ob“, keine Schuldgefühle. Keine Geheimnisse.
Lässt sich ein Lebewesen auf eine bewusste Begegnung auf dieser Ebene ein, muss es sich automatisch diesen Spielregeln beugen; es kann gar nicht anders, denn sonst verschließt sich ihm der Zugang.
Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass Ängste, Ego und Co keinen Einfluss mehr auf die Gesamtperson haben (das wäre zu schön – und zu einfach!). Es heißt nur, dass ich auf der energetischen Ebene genauso ein „offenes Buch“ für mein Gegenüber bin, wie er für mich!
Gerade Pferde sind Meister im Beobachten feinster Zeichen – seien sie körperlicher, emotionaler oder energetischer Natur. Da sie als Herdentiere daran gewöhnt sind, dass nur das aufeinander einlassen im Gruppenverband das Überleben sichert, sind sie (zumeist) kommunikations- und kompromissbereit.
Haben wir es mit einem traumatisierten Tier zu tun, also einem Lebewesen, dessen Vertrauen durch ein einschneidendes äußeres Erlebnis verletzt wurde und das dahingehend nicht mehr „ansprechbar“ ist, da sein Misstrauen andere Bedürfnisse überwiegt und somit die Kommunikation behindert, gibt es die Möglichkeit, sich auf energetischer Ebene zu nähern.
Wie bereits erläutert, ist es intuitiv jedem Lebewesen klar, dass auf diesem Level nicht „geschummelt“ werden kann, dass es also die Möglichkeit hat, das Gegenüber in allen Facetten wahrzunehmen. Damit lassen sich selbst verletzte, seelisch oder körperlich verwundete Tiere so gut wie immer nach einer anfänglichen Beobachtungsphase auf die Energiearbeit ein.
Das geht soweit, dass selbst auf der Basis einer nicht besonders hoch entwickelten persönlichen Sympathie (ja, es gibt Pferde, die ich nicht berauschend finde und die mich nicht mögen!) die energetische Arbeit im Sinne einer zweckgebundenen „Arbeitsbeziehung“ einwandfrei funktioniert!
Das bisher gesagte macht deutlich, dass es sich bei der Energiearbeit keineswegs um eine Einbahnstraße handelt. Bitte seien Sie sich bewusst, dass das Arbeiten auf dieser Ebene auch Sie betrifft, auch Sie beeinflussen und verändern wird!
So wie sie das Pferd, mit sich selbst konfrontieren, spiegeln auch Sie sich in den Augen des Gegenübers, kommen auch Ihre Themen „zur Sprache“, begegnen auch Sie sich mitunter selbst. Ungeschminkt und unverfälscht. Wer die Tiefe anderer Lebewesen ausloten möchte, muss sich auch den Marianengraben in der eigenen Seele anschauen können! Nur durch Selbst(er)kenntnis kann das nötige Mitgefühl wachsen, das den anderen spüren lässt, dass er Ihnen trauen kann.
Energiearbeit 1
Energiearbeit
Energiearbeit dient prinzipiell der Harmonisierung der in jedem Lebewesen fließenden energetischen Ströme. Dazu werden die Energiebahnen und ihre „Hauptknotenpunkte“ – in Indien Chakren genannt – auf möglich Blockaden hin überprüft, diese Blockaden aufgelöst und der energetische Fluss wieder in Gang gebracht. Ein wichtiger Aspekt dabei ist die „Ursachenforschung“, d.h. warum kam es überhaupt zu einer Blockade, welche psychischen und physischen Prozesse sind damit verbunden und wie kann ein Zurückfallen in die alten, schädlichen Muster die zur Stockung des energetischen Flusses geführt haben vermieden werden.
Tierkommunikation
Die Tierkommunikation stellt dabei eine wunderbare Ergänzung dar, den eben genannten Ursachen auf die Spur zu kommen und dem Pferd auch auf direktem Wege eine Ausdrucksmöglichkeit zu erschließen. Dies bezieht sich sowohl auf seelische wie auf körperliche Belange. Ich arbeite z.B. intensiv mit einigen Pferde-Osteopathen und Körpertherapeuten zusammen, die die Tierkommunikation nutzen, um bei schwierigen Behandlungen oder schwer zugänglichen Diagnosen durch die direkte Kommunikation mit dem Pferd unmittelbare Rückmeldungen zu ihren Behandlungsvorstellungen und Therapiemethoden zu bekommen. Auch im Bereich des Sport- und Leistungspferdetrainings lassen sich durch das energetische Arbeiten und die Kommunikation mit dem Pferd körperliche und seelische „Unregelmäßigkeiten“ bereits im Frühstadium erkennen, sodass gegebenenfalls therapiert werden kann, bevor es noch zu massiven Problemen kommt. Seit einiger Zeit arbeite ich in diese Hinsicht mit Trainern aus Deutschland, Österreich und Schweden zusammen.
Die Philosophie dahinter
Letztendlich dient aber sowohl die Energiearbeit als auch die Tierkommunikation dazu, dass das Pferd sich seelisch und körperlich wohl fühlt und an den ihm gestellten Aufgaben – sei es als Freizeitpferd, Therapiepferd oder „Hochleistungsathlet“ im Sport – Freude haben kann!
Beides – Energiearbeit und Tierkommunikation – führen zu einem erweiterten, vertieften Verständnis für das individuelle Pferd.
Es geht bei der Energiearbeit und der Tierkommunikation um einen Dialog zwischen Mensch und Pferd, um einen erweiterten Austausch auf verschiedensten Ebenen - und nicht um Manipulation!
Meiner Erfahrung nach brechen Pferde den energetischen und kommunikativen Austausch mit dem Menschen sofort ab, wenn sie irgendeine Form von manipulativen Hintergedanken oder Unaufrichtigkeit spüren. Und da sie feinste Zeichen im energetischen Muster des Menschen ebenso genau wahrnehmen wie in seiner Körpersprache oder seinem emotionalen Wesen, haben „Manipulatoren“ auf dieser Ebene keine Chance!